Donnerstag, 12. Mai 2011

Italien: eindeutige Absage an PA-Staat

Italiens Premier Silvio Berlusconi hat erklärt, "unter keinen Umständen" einen "Palästinenserstaat" anzuerkennen, der einseitig ausgerufen wäre, berichtet der zweite israelische Fernsehkanal [Arutz 2]. Er ist der erste europäische Regierungschef, der in in dieser Deutlichkeit die Idee einer einseitigen Ausrufung eines PA-Staates abgelehnt und darüber hinaus die Haltung Israels gegenüber dem Versöhnungsabkommen zwischen den Terrorfraktionen Fath und Hamas unterstützt hat. Im Interview bei Arutz 2 hat Berlusconi erklärt, dass die Einigung der beiden Gruppen "die Chancen auf einen Frieden zwischen 'Palästinensern' und Israel nicht erhöht." Bei einem feierlichen Empfang bei der jüdischen Gemeinde in Rom anlässlich des 63. Jahrestages der Unabhängigkeit Israels hat er bei seinen Glückwünschen an Israel u. a. auch aus einem Midrasch des Talmud vorgelesen: "Man sagt, am sechsten Tag der Weltschöpfung schuf Gott die Torah, den Stab Mose, das Manna und den Regenbogen. Ich wünsche Israel, gerecht wie die Torah, stark wie der Stab Mose, vielfältig und gesegnet wie das Manna und froh wie der Regenbogen zu sein". 
Neben Berlusconi hat zuvor Kanzlerin Merkel ihre ablehnende Haltung gegenüber der  o. g. Idee ausgedrückt, allerdings weniger kategorisch, der britische PM Cameron will abwarten, der einzige, der offen mit der Anerkennung eines weiteren Araberstaates in Israel gedroht hat, ist der französische Präsident Sarkozy. Er hat auch die libysche Opposition bereits anerkannt.

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